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Geschrieben von Fannon
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Geht es euch auch so? Manchmal frag ich mich echt wie ich als Christ das alles schaffen soll: Es gibt hunderte von Menschen und Sachen für die es gut wäre zu beten. Natürlich will ich nicht aus Pflichtgefühl sondern mit dem Herzen beten. Und dann gibt es noch so viel auf dass ich als Christ achten will: Nicht stolz zu werden, Gott suchen, seine Stimme besser kennenlernen, meine Talente ausbauen ...
Mir ist dass die Tage wieder bewusst geworden, dass es eigentlich
unmöglich ist das alles auf die Reihe zu kriegen. Zumindest so, wie es
Gott verdient hätte. Wenn ich die Bibel und andere gute Bücher lese
denk ich mir ständig: Und das will ich auch noch umsetzen!
Irgendwie läuft das ganze etwa so ab: Man ist ein Gefäß für Gott und
den Segen den Gott in einen hineinschüttet gibt man portionsweise
weiter. Dabei muss man gut rationieren, damit man mal nicht selbst
total leer wird. Und damit die richtigen Leute den richtigen „Anteil“
bekommen. Irgendwie ist das echt anstrengend. Kommt dir das bekannt vor?
Die letzte Zeit haben viele Leute die für mich gebetet haben das
angesprochen. Es ging oft etwa so in die Richtung: „Hey Simon, sei
einfach nur für Gott da. Alles andere ist nebensächlich.“ Das war genau
dass was ich hören musste. Ich glaube, wenn wir das erste (und
wichtigste) Gebot beachten kommt alles andere von selbst:
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und
ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. (Markus
12:30)
Es ist total wichtig, dass dieses Gebot wirklich an erster Stelle
steht. Wenn ich erst versuche die anderen Dinge zu machen, die man als
Christ so tun sollte wird es sehr anstrengend und einem geht die Kraft
aus.
Wenn ich aber Zeit mit Jesus verbringe und eine tiefe Liebes-Beziehung
zu ihm führe, dann kommt alles andere von ganz alleine. Ich geb euch
mal ein paar Beispiele:
Gleich nach diesem Gebot kommt das 2. Gebot: Du sollst deinen Nächsten
lieben. Wenn du Gott wirklich liebst und Zeit mit ihm verbringst, dann
wirst du ihm immer ähnlicher. Du wirst deine Mitmenschen so sehen und
lieben lernen wie Gott sie sieht und liebt. Es kann gar nicht anders
sein.
Ich merke in meinem Leben: Wenn ich wirklich für Gott lebe werde nicht
nur ich von ihm gesegnet, sondern die Menschen um mich herum gleich
mit dazu. Erst heute hab ich das wieder sehr krass beobachten können.
Ein Extrembeispiel dafür ist Paulus: Man hat ihm seine Schweisstücher
abgenommen um damit Kranke zu heilen. Paulus Schweiss war schon so
heilig, dass die Dämonen davor zitterten!
Und um meine Lebensplanung und Versorgung muss ich mir sowieso keine
Sorgen machen. Wenn wir uns zuerst uns nach Gott ausstrecken wird er
für den Rest sorgen. (siehe Lukas 12,22-31)
Versteht mich nicht falsch. Das heisst nicht dass wir damit aufhören
sollen, für andere zu beten und Gutes zu tun. Aber die Reihenfolge muss
stimmen. Und wenn wir nicht für alle Menschen um uns herum beten
können, es ist Ok. Es wäre sogar anmaßend das alles selbst hinkriegen
zu wollen.
Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. (Johannes 7,38)
Gott will uns so segnen, dass wir nicht nur genug für uns selbst haben
sondern alle um uns herum noch richtig viel davon abkriegen! Stell dir
den Vergleich mit dem Gefäß von oben noch mal vor. Nur dieses Mal musst
du nicht Wasser abschöpfen und verteilen, sondern du lässt dich einfach
nur von Gott beschütten. Das sind ganze Wasserfälle auf einen kleinen
Becher!
Es ist vielleicht ein bisschen so wie bei einem Staudamm. Wir haben ein
kleines Loch reingemacht und ein bisschen was von dem (lebendigem) Wasser kommt auf
uns herab. Aber hinter dem Staudamm ist ein ganzes Meer davon! Lasst
uns doch nicht die Zeit damit verschwenden das bisschen Wasser
möglichst rationell an die Durstigen um uns herum zu verteilen. Lasst
uns lieber größere Löcher in den Staudamm hauen!
Simon
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